Es ist eine Komödie über Gutmenschen und Unverbesserliche:
Gibt es wirklich nur Gut und Böse? Und was passiert, wenn ein Optimist auf einen Unverbesserlichen trifft? Adams Äpfel, nach dem gleichnamigen Kinofilm von Anders Thomas Jensen, erzählt mit rabenschwarzem Humor die Geschichte eines ungleichen Duells – zwischen einem unerschütterlich gutmütigen Pfarrer und einem knallharten Neonazi.
Pfarrer Ivan ist ein unerschütterlicher Idealist. In seiner kleinen Dorfkirche gibt er verlorenen Seelen eine zweite Chance: dem schießwütigen Tankstellenräuber Khalid, dem alkoholsüchtigen Ex-Tennisprofi Gunnar und einer Handvoll anderer gestrandeter Existenzen. Sein fester Glaube an das Gute scheint unerschütterlich – bis Adam auftaucht.
Adam, ein bulliger Skinhead, kommt aus dem Gefängnis und hat nur ein Ziel: Ivan zu brechen. Doch der Pfarrer sieht selbst in ihm das Potenzial zur Läuterung. Die Aufgabe: Adam soll einen Apfelkuchen backen. Klingt einfach? Nicht, wenn das Schicksal mit Krähen, Würmern und Blitzen alles daransetzt, die Äpfel zu vernichten. Während Ivan in allem eine Prüfung Gottes sieht, glaubt Adam, in einem absurden Albtraum gelandet zu sein.
Doch während Ivan an seiner Weltauffassung festhält, beginnt Adam sich zu verändern. Er muss erkennen, dass das Leben nicht nur aus Hass besteht – was zu einer bitter-komischen Umkehrung der klassischen „Bekehrungsgeschichte“ führt.
Im Theatrium Steinau verschmilzt Schauspiel mit Figurentheater zu einer einzigartigen Inszenierung. Detlef Heinichen erweckt die skurrilen Charaktere mit einer Mischung aus Puppenspiel und Darstellkunst zum Leben – und bringt die groteske wie tiefsinnige Geschichte voller schwarzem Humor und bitterer Wahrheit auf die Bühne.
Ein Stück über die Kraft des Glaubens, die Unbeugsamkeit der Realität und die Frage, ob ein Apfelkuchen am Ende wirklich die Welt verändern kann.











Infos für Veranstalterinnen und Veranstalter
Premiere: | 15.03.2014 |
Zielgruppe: | Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene |
Autor/in: | Anders Thomas Jensen |
Regie: | Wolf-Dieter Gööck |
Spieler/innen: | Detlef-A. Heinichen |
Bühnenbild: | Coco Ruch, Ella Späte, Kerstin Micheel |
Figuren: | Coco Ruch, Ella Späte, Kerstin Micheel |
Kostüme: | Ella Späte |
Technische Angaben
Spieldauer: | 110 Min. |
Aufbau: | 2,5 Std. |
Abbau: | 1,5 Std. |
Bühnenmaße: | Breite: 4,5m / Höhe: 3m / Tiefe: 4m (Höhe ab Podest) |